Der Spiegeltuxer

Der Spiegeltuxer ist in vielerlei Hinsicht eine Figur für sich. Er besticht nicht nur mit seinem Imposanten Auftreten, auch mit seinen Bewegungen. Der Spiegeltuxer ist in allen Fasnachten der Dörfer Linie der Mittelpunkt des Auftrittes. Früher wurde der Spiegeltuxer auch durch die Form seines Aufputzes „Altartuxer“ genannt. Heute kennt man den Namen Spiegeltuxer daher dass sein Aufbau vorne und hinten mit Spiegeln besitzt ist, welche dem Betrachter sein eigenes Spiegelbild und ihm gleichzeitig das vergangene Jahr vor Augen halten sollte. Wie der Melcher trägt der Spiegeltuxer die Wadenstutzen und die kurze Lederhose mit dem Ranzen mit der schweren Talerkette. Den Oberkörper bedeckt ein in schwarzem Samt gehaltener Brustfleck mit einem in Gold aufgesticktem Tiroler
Adler, umrahmt mit einem Kränzel. Darüber hat der Spiegeltuxer eine Zillertaler Jacke an. Über der linken Schulter ist ein buntes Seidentuch mit langen Seidenfransen genäht. Die Maske des Spiegeltuxer lässt wie die gesamte Figur Erhabenheit erkennen. Das Büschelrad ist mit unzähligen bunten Seidenblumen besetzt welches nach außen hin mit einem Kranz aus Goldblättern, Spielhahnfedern und weißen Gockel federn abschließt. Die Spielhahnfedern sind der ganze Stolz und Reichtum des Trägers, wie alle Figuren der Fasnacht kann man allerdings beim Spiegeltuxer genau erkennen in welcher Zeit er gemacht wurde. So kennt man Spiegeltuxer die ein etwas kleineres Rad hatten und Spiegeltuxer welche zum Teil satt der Spielhahnfedern mit Pfauenfedern bestückt waren. Dies rührt
daher dass es eine Zeit gab in der die Pfauenfedern kostspieliger waren als die
Spielhahnfedern und die Figur des Spiegeltuxer immer ein Ausdruck des
Reichtums seines Trägers war. Beim hinein Mullen macht der Spiegeltuxer die gleichen Bewegungen wie der Melcher, auch er Plattelt und Tanzt in den Saal nur dass seine Bewegungen mehr erhabener wirken.

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